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Cum se face un interviu – sau unde dai şi unde crapă

 


- pe marginea unui articol apărut în ziarul Financial Times Deutschland -
Pe data de 11 august a.c. am primit următorul mesaj prin e-mail:
Betreff: Financial Times Interviewanfrage

Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrter Herr Sasarman,

ich bin Journalistin und arbeite für die Financial Times Deutschland, die deutsche Ausgabe der Financial Times aus London. Ich habe großes Interesse daran, mit Ihnen ein kurzes Telefoninterview zu führen. Das Thema, worüber ich mit Ihnen gerne sprechen möchte, sind die Beziehungen der Auslandrumänen zu Rumänien und die derzeitigen Bemühungen der rumänischen Regierung, die Auslandsrumänen besser an die "Heimat" zu binden. Könnte ich Sie diesbezüglich anrufen und wenn ja, unter welcher Nummer?

Ich habe Ihnen bereits eine E-Mail zu einer anderen Adresse geschrieben, aber bislang keine Antwort erhalten, sodass ich es auf diesem Wege nochmals versuche.


Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühen,
ich freue mich sehr, von Ihnen zu hören,
mit den besten Grüßen,

Astrid Maier
Financial Times Deutschland
Redaktion Berlin


La care am raspuns dupa cum urmeaza:


Sehr geehrte Frau Maier,

vielen Dank für Ihre Nachricht, und entschuldigen Sie bitte, daß ich auf Ihre erste E-Mail nicht reagiert habe. Da ich täglich mit 30-40 Spams kämpfen muß, lösche ich sofort alles, was von unbekannten Absendern kommt.
Ich würde gerne Ihre Fragen beantworten, allerdings ziehe ich die schriftliche Form vor. Also schicken Sie mir bitte die Fragen per E-Mail, und ich werde Ihnen kurzfristig antworten.
Viele Grüße,

Dr.-Ing. Gheorghe Sasarman

Replica a venit prompt:
Sehr geeherter Herr Sasarman,


vielen Dank für Ihre prompte Antwort. Ich möchte nicht aufdringlich sein, aber könnte ich Sie dennoch für das Interview anrufen? Aus einem persönlichen Gespräch ergeben sich viel lebendigere Eindrücke und es sind Rückfragen möglich. Selbstverständlich erhalten Sie alle Zitate im Wortlaut zur Ansicht bevor der Artikel veröffentlicht wird. Könnte ich Sie, falls Sie dem zustimmen, heute vielleicht anrufen? Welche Zeit wäre Ihnen gegebenenfalls angenehm?

Ich bitte nochmals, meine Nachfrage zu entschuldigen und verbleibe mit den besten Grüßen,
Astrid Maier

La puţin timp, fără a-mi mai lăsa răgaz să răspund, ziarista m-a sunat, insistând să accept o convorbire telefonică, întrucât era vorba de numărul la zi, legat de apropiata vizită în România a Cancelarului Gerhard Schröder. M-am lăsat înduplecat şi am răspuns la întrebările puse. Apoi mi-au parvenit prin e-mail, spre verificare, câteva extrase disparate din răspunsurile mele – iar nu, aşa cum mă aşteptam şi cum ar fi fost firesc, textul interviului. Am făcut câteva îndreptări şi am trimis retur textul astfel corectat:


- Die Bemühungen, Auslandsrumänen für Lobby-Arbeit zu gewinnen, sind schon älter und gehen mindestens auf die Zeit vor Rumäniens Nato-Beitritt zurück. Es ist selbstverständlich, dass die rumänische Regierung die Unterstützung der Auslandsrumänen gewinnen möchte.

-Tatsache ist, dass das Image Rumäniens in vielen westeuropäischen Ländern unverdient schlecht ist. Das stört natürlich auch die Rumänen, die im Ausland leben.

- Man darf nicht vergessen, dass Rumänien fast fünf Jahrzehnte unter kommunistischer Herrschaft stand. In dieser Zeit herrschte eine Politik vor, die versucht hat, die Menschen im Exil als Feinde Rumäniens darzustellen und sie durch den Geheimdienst Securitate gegenseitig gegeneinander auszuspielen. Aus dieser Zeit bleibt nach noch wie vor ein gewisses Misstrauen, da sich die Nachfolgeregierung nach der Wende nicht ausreichend vom kommunistischen System abgegrenzt hat. Diese Leader der regierenden Sozialdemokratischen Partei unter und der Präsident Iliescu ist jetzt schließlich wieder an der Machtwerden weiter als Neo-Kommunisten betrachtet.

- Unter den Auslandsrumänen ist es immer noch nicht so weit, dass man sich auf gemeinsamen Treffen über den Weg traut. Viele haben Angst hat, dass sich unter den Anwesenden auch Agenten der Regierung befinden könnten. Unter diesen Umständen ist es schwierig, die Menschen zu motivieren, sich zu engagieren.


- Meine persönliche Meinung ist, dass sich Rumänen im Ausland grundsätzlich so wenig wie möglich in die rumänische Politik einmischen sollten. Es ist schon schwierig genug, sich in der neuen Heimat einzufinden. Ich mahne also zur Zurückhaltung.

- Was den EU-Beitritt betrifft, so ist dies eine Sache, die dem ganzen Volk zugute kommt. Das ist schon eine Idee, für die man sich einsetzen kann.

- Die Lobby-Arbeit für den Nato-Beitritt war sicherlich von Nutzen, es ist allerdings schwierig im Nachhinein diesen Arbeit Beitrag zu quantifizieren. Die eigentlichen Möglichkeiten, für das Land zu werben, liegen aber bei der rumänischen Regierung und beim rumänischen Parlament.

- Die gemeinsame Lobby-Arbeit ist schwierig, weil die Leute dem Ganzen mit Misstrauen begegnen und schwierig zu motivieren sind.


A doua zi am primit, tot prin e-mail, textul publicat în Financial Times Deutschland:


Ungleiche Nachbarn

Von Norbert Mappes-Niediek, Graz, Astrid Maier und Nils Kreimeier, Berlin
12.08.2004



Bundeskanzler Schröder bereitet bei seinem Besuch in Rumänien das Land auf einen langsameren EU-Beitritt vor

Bei seiner Reise nach Bulgarien und Rumänien, die heute mit einem Besuch in Bukarest beginnt, erwartet Bundeskanzler Gerhard Schröder eine schwierige Aufgabe: Beide Länder wollen im Jahr 2007 der EU beitreten, doch der Stand der Vorbereitung ist höchst unterschiedlich. Während Bulgarien bereits jetzt alle 31 Kapitel der EU-Beitrittsverhandlungen abgeschlossen hat, ringt Rumänien in fünf Fällen noch mit der Europäischen Kommission. Darunter sind heikle Fragen wie das Wettbewerbsrecht sowie Justiz und Inneres.

Schröder hat es also mit zwei ungleichen Kandidaten zu tun. Vieles spricht dafür, dass er das auch zum Ausdruck bringen wird. Bereits beim Besuch des bulgarischen Ministerpräsidenten Simeon Sakskoburggotski im Mai hatte der Kanzler gesagt, Bulgarien dürfe "angesichts seiner großen Fortschritte nicht durch Verzögerungen anderer leiden." Es war klar, dass der Nachbar Rumänien gemeint war. Im Kampf gegen Korruption und bei der Reform der Verwaltung müsse es schneller vorangehen, sagt der stellvertretende SPD-Fraktionschef Gernot Erler, der Schröder auf der Reise begleitet. In Rumänien gebe es eine "Tendenz, durch Public Relations auszugleichen, was noch nicht geleistet" wurde.

Auf dem Korruptionsindex von "Transparency International" steht Rumänien zwischen Malawi und Mosambik. Die rumänische Regierung verweist derweil auf die Gründung einer Anti-Korruptionsbehörde, die dem Justizminister untersteht. Zudem wirbt das Land mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit für seine EU-Ambitionen. Helfen sollen dabei auch Auslandsrumänen und Rumäniendeutsche. "Mit Hilfe dieser Leute soll ein zutreffendes Bild von Rumänien gezeichnet werden", sagte Staatssekretär Titus Corlatean der Deutschen Welle. "Uns geht es darum, dass die Auslandsrumänen Lobbyarbeit in ihren Ländern machen."

Um die Diaspora einzubinden, stellten Rumäniens Regierung in dieser Woche einen Gesetzentwurf vor, der die Rechte der ausgewanderten Rumänen definieren soll. Unter anderem soll ein Rat der Auslandsrumänen beim Parlament eingerichtet werden, der die Regierung berät. Doch die Bemühungen aus Bukarest stoßen bei der Zielgruppe auf wenig Begeisterung. "Die Führung der Regierungspartei und Präsident Ion Iliescu werden als Neo-Kommunisten betrachtet", sagt Gheorghe Sasarban, Vorsitzender des Bundes Rumänisch-Deutscher Vereine. Die Politik aus der kommunistischen Vergangenheit, als Exilrumänen als Feinde des Landes diffamiert wurden, sorge bei vielen auch heute noch für Verunsicherung.

Schröder trifft in beiden Ländern nicht nur mit dem jeweiligen Staatsoberhaupt und dem Ministerpräsidenten zusammen. In Rumänien plant er auch einen Besuch am Grab seines Vaters Fritz, der dort als Soldat im Zweiten Weltkrieg gefallen war. Zudem führen den Kanzler wirtschaftliche Interessen in die Region. Nach Angaben der Bundesregierung sollen Verträge im Umfang von insgesamt einer Mrd. Euro unterschrieben werden. Das mit Abstand größte Projekt geht wohl an den Luftfahrtkonzern EADS: Das Unternehmen soll für Rumänien die elektronische Grenzüberwachung aufbauen - für 650 Mio. Euro. Schröder wird von 18 deutschen Managern begleitet.

O singură frază, ruptă din context şi pusă într-o argumentaţie contrară ca sens celor afirmate de mine. De interviu, nici urmă. Vă las pe dumneavoastră să trageţi singuri concluziile.


Dr.Arh. Gheorghe Săsărman
Preşedintele LARG 2002-2004
München, 12 august 2004

 

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